ÜBERWACHUNG

Die Nachweisführung bei der Entsorgung von gefährlichen Abfällen

Das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz sowie die Nachweisverordnung bilden die Grundlage für die Nachweisführung bei der Entsorgung von gefährlichen Abfällen. Folgende Stufen sind beim Nachweisverfahren zu unterscheiden: Die Vorabkontrolle und die Verbleibskontrolle.

Zur Nachweis- und Registerführung verpflichtet sind Abfallbesitzer (Erzeuger, Beförderer und –Einsammler) sowie Abfallentsorger. Es gibt allerdings auch Ausnahmen von der Nachweis-/Registerpflicht.

Entsorgungsnachweis / Sammelentsorgungsnachweis (Vorabkontrolle)

Für die Entsorgung eines gefährlichen Abfalls hat der Abfallbesitzer (Erzeuger bzw. Beförderer) bereits vor der Entsorgung einen Entsorgungsnachweis / Sammelentsorgungsnachweis zu führen. Es wird unterschieden zwischen dem Nachweis im Grundverfahren und dem privilegierten Nachweisverfahren. Zur Einsammlung der Abfälle an unterschiedlichen Anfallstellen / Standorten kann unter bestimmten Voraussetzungen ein Sammelentsorgungsnachweis verwendet werden.

Deklarationsanalyse

Die Deklarationsanalyse ist Bestandteil des Entsorgungsnachweises und vom Abfallerzeuger in Abstimmung mit dem Abfallentsorger zu erstellen. Neben einer allgemeinen Beschreibung zur Abfallentstehung sind u. U. auch Schadstoffparameter und chemisch - physikalische Eigenschaften des Abfalls zur genaueren Beschreibung erforderlich.

Begleitschein (Verbleibskontrolle)

Jeder tatsächlich durchgeführte Entsorgungsvorgang wird mit einem Begleitschein belegt. Im Rahmen der Sammelentsorgung wird zusätzlich zum Begleitschein noch ein Übernahmeschein verwendet.

Kenn- bzw. Identifikationsnummern (Erzeuger-, Beförderer-, Entsorgernummer)

Sämtliche Akteure (Abfallbesitzer, -beförderer und –entsorger) die am Nachweisverfahren teilnehmen benötigen eine Kennnummer. Diese neunstellige Nummer ist in allen Nachweisen und Begleitscheinen anzugeben und dient der Identifikation des Nachweispflichtigen sowie der für ihn zuständigen Überwachungsbehörde.

 

 Für weitere Fragen stehen Ihnen die GOES-Ansprechpartner gerne zur Verfügung.